Immobilienmakler als Quereinsteiger – So gelingt der Einstieg in die Immobilienbranche

Der Immobilienmakler als Quereinsteiger klingt nach einem verlockenden Berufsbild, bei dem hohe Provisionen winken. Doch bevor es diese wirklich gibt, bedeutet der Job vor allem viel Arbeit. Wir geben Ihnen Tipps, wie der Einstieg in die Immobilienbranche eleganter gelingt.

Immobilienmakler als Quereinsteiger – So gelingt der Einstieg in die Immobilienbranche

Seit die Zinsen der Europäischen Zentralbanken so niedrig sind, investieren immer mehr der deutschen Sparer in Sachwerte wie Immobilien. Wohnungen und Häuser zählen in fast allen Regionen zu den begehrten Geldanlagen, die Miet- und Kaufpreise ziehen grade in den Metropolen weiterhin kräftig an.

Und darüber freuen sich nicht nur die Investoren und die Bauherren, sondern auch die Mitarbeiter der Immobilienbranche selbst. Grade für Einsteiger scheint der Markt lukrative Chancen zu bieten, Maklern winken hohe Provisionen und gibt mehr Stellenangebote, als Personal verfügbar ist.

So schaffen es Quereinsteiger in der Immobilienbranche

Deutschlandweit gibt es mittlerweile an die einhundert Studiengänge im Bereich der Immobilienwirtschaft und dazu kommen noch weit mehr Auszubildende auf dem Weg zur Immobilienkauffrau beziehungsweise zum Immobilienkaufmann.

Aber grade in der Immobilienbranche haben auch Quereinsteiger eine Chance, sich durchzusetzen. Die nötigen Fachkenntnisse können nämlich auch ohne theoretischen Hintergrund in der Praxis erlernt werden, rechtliches oder steuerliches Wissen frischen Sie ergänzend durch Wochenendkurse auf.

Die Offenheit für Quereinsteiger liegt mitunter daran, dass für einen erfolgreichen Immobilienmakler ein gutes Verkaufstalent entscheidend ist – eine Eigenschaft, die Studierende nur bedingt erlernen können. Darüber hinaus sollten Sie für den Maklerberuf folgende Qualifikationen mitbringen:

  • Verkaufs- und Kommunikationstalent
  • Kontaktfreudigkeit und Überzeugungskraft
  • Umfangreiche Kenntnisse über Immobilien und Finanzierungen
  • Dienstleistungsbereitschaft – der Kunde ist König
  • Flexible Arbeitszeiten, auch am Wochenende
  • Kaufmännisches und betriebswirtschaftliches Grundwissen
  • Behördliche Erlaubnis nach §34c Gewerbeordnung

Als selbstständiger Immobilienmakler durchstarten – geht das?

Immobilienmakler als Quereinsteiger – So gelingt der Einstieg in die ImmobilienbrancheWollen Sie als Immobilienmakler durchstarten, können Sie das auch in der Selbstständigkeit tun. Auf dem Papier brauchen Sie dafür nämlich lediglich eine Gewerbeanmeldung nach §34c GO.

Natürlich ist es damit aber noch längst nicht getan, bis zu den ersten Erfolgen steht dem selbstständigen Immobilienmakler viel Arbeit bevor: Ein Büro für Geschäftstermine, eine seriöse Webseite, ansprechende Visitenkarten und ausgefeilte Marketing-Strategien.

Denn nur durch geschickte Eigenwerbung können Sie langfristig Ihre Bekanntheit steigern. Um das eigene Geschäft voranzutreiben, ist dies schließlich die wichtigste Basis, ebenso wie die Akquise von zu vermittelnden Objekten und neuen Kunden.

Starten Sie bei „Null“ und ohne ein großes Netzwerk, sollten Sie es zunächst im Bekannten- und Freundeskreis sowie per Kaltakquise probieren. Weitere Folgeaufträge ergeben sich häufig per „Mund zu Mund Propaganda“ sowie vom „Hörensagen“.

Kein Immobiliengeschäft ohne das Internet

Wann haben Sie beim Hausverkauf auf der Suche nach einem Makler zuletzt im Telefonbuch nachgeschlagen? Richtig, wahrscheinlich noch vor der Jahrtausendwende. Heutzutage läuft fast alles über das Internet ab – auch die Immobiliensuche. Im Netz tummeln sich sowohl Objekte als auch potenzielle Käufer.

Für einen lokalen Makler ist folglich ein ansprechender Internetauftritt unabdingbar. Mit einer seriösen Webseite können Sie bereits beim ersten Besuch Vertrauen und Nähe zu Ihrem Kunden aufbauen. Außerdem sollten Sie sich im Idealfall mit den gängigen Kanälen wie den sozialen Netzwerken und den Immobilienbörsen auskennen oder sich dieses Grundwissen schnellstmöglich aneignen.

Darüber hinaus sollten Sie sich natürlich auch „Offline“ gut auskennen, beispielsweise in der Umgebung rund um das zu vermittelnde Objekt. Nicht selten wollen sich interessierte Käufer nämlich nach der näheren Umgebung erkundigen, seien es die örtlichen Schulen oder Supermärkte.

Schließlich entscheiden Sie als selbstständiger Makler auch selbst über Ihre Arbeitszeiten und den Rahmen Ihrer Tätigkeit. Grade zu Beginn Ihrer eigenen Laufbahn müssen Sie allerdings ein Maß an Überstunden einkalkulieren. Diese werden in erster Linie für die Akquise von Kunden eingesetzt, damit Sie sich Schritt für Schritt einen guten Ruf erarbeiten können.

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