Schenkungssteuer: Was Sie bei der Immobilienschenkung beachten müssen

//Schenkungssteuer: Was Sie bei der Immobilienschenkung beachten müssen

Eine Immobilie lässt sich nicht einfach verschenken, denn dabei fällt eine Schenkungssteuer an. Deren Höhe ergibt sich aus dem Verwandtschaftsverhältnis und dem Immobilienwert. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie bei der Immobilienschenkung achten müssen.

Immobilien schenken statt erben – wann greift die Schenkungssteuer?

Die Erbschaftssteuer auf Immobilien ist für viele deutsche Haushalte ein nerviges Ärgernis, sodass steuerliche Aspekte nicht selten zur Idee der Immobilienschenkung führen. Erben und Erblasser versuchen so, der Steuerpflicht für die Erbschaft zu entgehen und bei der Übergabe der Immobilie Steuern zu sparen.

Dies ist zwar grundsätzlich möglich, allerdings dürfen Sie nach deutschem Recht geltende Schenkungssteuer bei Ihrer Berechnung nicht außer Acht lassen. Die Schenkungssteuer bei Immobilien ähnelt größtenteils der Erbschaftssteuer, im Rahmen der Schenkung lassen sich aber dennoch einige Steuervorteile erzielen.

Die wichtigsten Fakten zur Schenkungssteuer bei Immobilien

  • Im Falle einer unentgeltlichen „Weitergabe“ greift die Schenkungssteuer.
  • Bei einer Schenkung entscheidet v.a. die Nutzungsart über die Höhe der Schenkungssteuer.
  • Wenn eine geschenkte Immobilie nicht selbst bewohnt, sondern stattdessen verkauft oder vermietet wird, fällt in jedem Fall eine Schenkungssteuer an.
  • Die Höhe der Schenkungssteuer hängt außerdem vom Gesamtwert der Immobilie ab.
  • Den Gesamtwert sollte ein unabhängiger Gutachter ermitteln.

Sie wollen ihr kapital gewinnbringend einsetzen? dann Sichern Sie sich jetzt unseren exklusiven Investoren-Kurs und lesen Sie in 1-2 Mails pro Woche, wie Sie Schritt-für-Schritt ein Vermögen aufbauen können:

Steuervorteile durch Freibeträge in der Schenkungssteuer

Wenn Sie in Deutschland ein kostspieliges Geschenk erhalten, sieht der Gesetzgeber dabei einen gewissen Freibetrag vor, der alle zehn Jahre erneut geltend gemacht werden kann. Dadurch können sich erhebliche Steuervorteile ergeben, schließlich können Sie Ihre Steuerlast durch die erneute Inanspruchnahme auf ein Minimum reduzieren.

Insbesondere im Bereich der Immobilienschenkung kann sich dieses Modell rentieren: Wer die Freibeträge geschickt ausnutzt, kann vermeiden, dass ein nicht unerheblicher Teil des Immobilienwerts an den Fiskus abgeführt werden muss.

Wichtig ist dabei allerdings zu bedenken, dass in vielen Fällen der Erbschaft beziehungsweise Schenkung diese ohnehin steuerfrei bleibt. Je nach Verwandtschaftsgrad gelten nämlich einige Sonderregelungen.

  • Für den überlebenden Ehegatten gilt ein Freibetrag in Höhe von 500.000 Euro.
  • Jedes Kind oder Stiefkind kann einen Freibetrag in Höhe von 400.000 Euro geltend machen.

Die obigen Freibeträge gelten sowohl im Falle einer Schenkung als auch bei einer Erbschaft. Einziger Unterschied ist, dass der Freibetrag bei der Schenkungssteuer mit einer Frist von zehn Jahren erneut in Anspruch genommen werden kann.

Berechnung der Schenkungssteuer durch Immobilienbewertung

Eine Immobilie, die nach der Schenkung vom Beschenkten selbst bewohnt wird, unterliegt in der Regel nicht der Schenkungssteuer. Anders hingegen, wenn die Immobilie verkauft oder vermietet wird. Ist Letzteres der Fall, muss zunächst der Immobilienwert ermittelt werden, um in Abhängigkeit davon die Höhe der Schenkungssteuer zu berechnen.

Je nach Art des bebauten Grundstücks kommen zur Wertbestimmung der Immobilie zur Berechnung der Schenkungssteuer unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Diese werden im § 182 BewG (Bewertungsgesetz) geregelt.

Die Bewertungsmethoden, die bei der Wertbestimmung von Immobilien zur Berechnung der Schenkungssteuer angewendet werden dürfen, sind im Erbschaftsteuerrecht mit Verweis auf das Bewertungsgesetz geregelt.

Im Falle einer Immobilienschenkung muss das Finanzamt darüber informiert werden, das Amt ist nämlich für die anschließende Wertermittlung zuständig. In einigen Fällen kann es durchaus passieren, dass das Finanzamt den Wert zu hoch ansetzt. In solchen Fällen können Sie Widerspruch einlegen und einen Gutachter für die Wertermittlung beauftragen.

Immobilieninvestments online: 5 - 7 % Zinsen bei zinsland

Investieren Sie bereits mit geringen Anlagebeträgen direkt und ohne Umwege in renditestarke Immobilienprojekte. Ganz einfach online, transparent und verständlich. Jetzt zugang zu exklusiven anlageprodukten erhalten und Rendite sichern:

Von |2018-10-10T11:21:21+00:0013. April 2018|
>